Libanon – Die Tragödie von Beirut und die unmittelbare Reaktion der Salesianer Don Boscos

Veröffentlicht am 13.08.2020

Die Menschen im Libanon stehen vor einer kaum zu bewältigenden Herausforderung. Am Diens-tag, 4. August erschütterten zwei gewaltige Explosionen Beirut. Laut Berichten detonierten 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat in einem Lagerhaus im Hafen. Über 150 Menschen starben, etwa 6000 wurden verletzt, 300 000 verloren ihr Zuhause, viele werden noch vermisst. Zusätzlich zur Wirtschaftskrise und den Auswirkungen der Corona-Pandemie wird dieses kleine Land erneut erschüttert. Die Menschen, insbesondere Kinder, sind traumatisiert und verzweifelt. Viele durchleben die Erlebnisse aus ihrer von Bürgerkriegen gebeutelten Heimat erneut. Die Salesianer Don Boscos reagierten schnell auf die Ereignisse, sind vor Ort und stehen den Menschen bei.

Die Salesianer Don Boscos in Libanon helfen mit konkreter Unterstützung den am meisten betroffenen Familien, um die langfristigen Folgen und Auswirkungen der Explosion möglichst zu lindern. Einerseits werden die Familien dazu mit Vouchern und Geldbeträgen für den Wiederaufbau ihrer Häuser und Geschäfte unterstützt, damit sie möglichst schnell wieder in ihren gewohnten Alltag und eine sichere Umgebung zurückkehren und sich ihren Lebensunterhalt bestmöglich wieder verdienen können. Andererseits sollen einige Familien finanziell entlastet werden, indem ihnen die Schulgebühren für ihre Kinder bezahlt werden. Als weitere wichtige Unterstützung be-treuen die Salesianer Don Boscos die Kinder und Jugendlichen für einige Tage in ihrem Jugendzentrum.