Berufliche Ausbildung für Frauen und Mädchen

ARCHIV – GUATEMALA:
Bittere Armut, Gewalt und Hilflosigkeit prägen den Alltag vieler Mädchen und junger Frauen in Guatemala-City. In der Pfarrei «Divina Providencia» schaffen die Salesianer Don Boscos mit ihrem Ausbildungszentrum Perspektiven für diese jungen Menschen, indem sie Berufsausbildungen anbieten, die den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes angepasst sind. Dazu müssen die Werkstätten erneuert werden.

cam-12-023-frauenfoerderung_kochausbildung-in-actionLand/Ort: Guatemala – Guatemala City
Projektnummer: CAM 12-023
Projektziel: Die Modernisierung der Ausstattung des Ausbildungszentrums, um die Kurse den Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen und somit die Integration junger Menschen in die Erwerbstätigkeit.
Projektwirkung: Die wirtschaftliche Situation junger Menschen in Guatemala-City verbessert sich, weil sie durch eine arbeitsmarktrelevante Ausbildung besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können.
Mittelbedarf: rund 200 000 Schweizer Franken

 

Hintergründe

cam-12-023-frauenfoerderung_abschlussfeier-koecheBildung in allen Facetten ist für die Salesianer Don Boscos eine Selbstverständlichkeit. Leider ist in vielen Ländern der Welt das Bildungsangebot bescheiden. Zwar werden in Guatemala fast alle Kinder eingeschult, jedoch gehen die Kinder im Durchschnitt nur viereinhalb Jahre in die Schule. So besuchen nur noch 40 Prozent der Jugendlichen die Sekundarschule – einen Schulabschluss erreichen gerade einmal 21 Prozent der jungen Menschen. Dieses Bildungsdefizit bringt eine hohe Jugendarbeitslosigkeit mit sich. So hat nur knapp jeder zweite Jugendliche eine Arbeit. Die restlichen Jugendlichen ohne Arbeit sind zu einem Leben am Existenzminimum gezwungen. Diese traurigen Umstände führen viele von ihnen in die Arme rivalisierender Jugendbanden. Weil diese untereinander verfeindet sind kommt es bei Aufeinandertreffen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen – oft mit Todesopfern.

Dieser Teufelskreis von Armut und Gewalt kann nur mit Bildung durchbrochen werden. Die Salesianer Don Boscos von Guatemala-City leisten mit ihrem Ausbildungszentrum «Talleres Divina Providencia» einen wichtigen Beitrag für eine bessere und sicherere Zukunft vieler junger Menschen, insbesondere junger Frauen.


Unsere Arbeit

Die Salesianer Don Boscos in Guatemala-City schaffen in ihrer Pfarrei «Divina Providencia» mit ihrem Ausbildungszentrum Perspektiven für benachteiligte junge Menschen. Bildung verhilft ihnen zu einem möglichst selbstbestimmten Leben und bewahrt sie vor sozialer Gewalt und Diskriminierung. Die Berufsausbildung wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 30 Jahren angeboten. Rund die Hälfte der Auszubildenden sind Indigenas. Die meisten haben keine abgeschlossene Schulausbildung. Im Zentrum werden neun verschiedene Kurse angeboten. So können die Teilnehmenden die Handwerke Kosmetik und Schönheitspflege, Kochen und Konditorei, Handarbeit, Schneiderei und Konfektion, Industrieschneiderei, maschinelles Sticken, Blumenbinderei, Tastaturschreiben sowie Informatik und allgemeine Administration erlernen. So kommen jährlich rund 1000 junge Menschen in den Genuss einer Ausbildung.

Frauenförderung zur Bekämpfung der Armut

Rund 85 Prozent der Auszubildenden sind junge Frauen. Die Ausbildung der Frauen ist in Lateinamerika besonders wichtig, weil sie es oft sind, die Familien alleine durchbringen müssen und deshalb verantwortungsvoll mit Geld umgehen müssen. Leider bleibt der Zugang zu schulischer Bildung vielen Mädchen verwehrt, weil sie im Haushalt helfen müssen, das Schulgeld fehlt oder die Schule zu weit weg ist.

Herausforderungen – die Jugendhilfe Weltweit hilft

Die jungen Menschen, die bei den Salesianern Don Boscos ausgebildet werden, kommen durchwegs aus ärmsten Verhältnissen. Sie können für ihre Ausbildung nichts bezahlen. Auch die Behörden tragen zum Unterhalt der Berufsschule nichts bei. So kämpfen die Salesianer Don Boscos stets um die nötigen finanziellen Mittel zum Betrieb ihrer Berufsschule. Für den Unterhalt und die Neuanschaffung von Geräten und Maschinen bleibt nichts übrig. Damit die jungen Menschen nach ihrer Ausbildung einen Arbeitsplatz finden, müssen sie mit Maschinen, die auf dem neusten Stand sind, ausgebildet werden. Daher ist es wichtig, die Ausstattung der Werkstätten der Wirtschaft anzupassen und die notwendigen Infrastrukturverbesserungen vorzunehmen. Die Jugendhilfe Weltweit hilft, die mit rund 200 000 Franken budgetierten Kosten zu finanzieren.

Durch die qualitativ bessere Ausbildung an handelsüblichen Geräten wird sich auch die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Mindestens 60 bis 70 Prozent der Auszubildenden sollen nach Abschluss der Kurse in ein festes Arbeitsverhältnis vermittelt werden oder eine eigene Kleinwerkstatt gründen können. Die Vermittlungsquote soll schrittweise gesteigert werden. Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten die Auszubildenden ein staatlich anerkanntes Diplom. Dieses hilft ihnen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

Das Projekt konnte mit Ihrer Unterstützung erfolgreich abgeschlossen werden. Vielen Dank! Bei Interesse können Sie mit uns in Kontakt treten und Fragen zum Verlauf des Projekts oder zum Abschlussbericht stellen.
 
Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit unterstützt aktuell ein Nachfolgeprojekt und andere Projekte mit dem Schwerpunkt Bildung. Helfen auch Sie mit einer Spende, damit das Leben junger Menschen gelingt. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!