Modernisierung der Metallwerkstatt Itaquera

ARCHIV – BRASILIEN:
Im Stadtteil Itaquera in São Paulo leben eine halbe Millionen Menschen auf engstem Raum. Rund die Hälfte der Bewohner Itaqueras leben in Armut. Um der herrschenden Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken, führen die Salesianer ein grosses Berufsbildungszentrum, welches gut ausgebildete und auf dem Arbeitsmarkt gefragte Arbeitskräfte hervorbringt. Um dies zu sichern war es nötig, die Maschinen in der Metallmechanikwerkstatt zu erneuern und so die Ausbildung an die Entwicklung der Industrie anzupassen.

Land/Ort: BRASILIEN – São PauloBSP 13-023 Metallwerkstatt Bild 3
Projekt-Nummer: BSP 13-023
Projektziel: Anschaffung neuer Maschinen, damit die Ausbildungsplätze in der Metall- und Mechanikwerkstatt den Ansprüchen des Arbeitsmarktes entsprechen.
Projektwirkung: Die Ausbildungsplätze wurden durch die neuen Maschinen aufgewertet und dem Markt angepasst. Dadurch konnten zeitgemässe Ausbildungsplätze geschaffen werden, welche fundierte Fachkenntnis vermitteln. 130 Männer und Frauen können jährlich die Ausbildung absolvieren.
Mittelbedarf: 558 110 Schweizer Franken wurde in die Neuanschaffung der Maschinen investiert – dieses Projekt ist abgeschlossen

Hintergründe

Der Stadtteil Itaquera liegt im Osten der Stadt São Paulo.BSP 13-023 Metallwerkstatt Bild 6 Etwa eine halbe Million Menschen leben auf einer Fläche von 54.3 km2.In Itaquera fand das Eröffnungsspiel der WM 2014 stattfinden, was zur Entwicklung der Gegend beitrugt. Doch Itaquera ist gekennzeichnet durch ein niedriges Angebot von Arbeitsplätzen und durch ungenügende Dienstleistungen, Infrastruktur und Ausstattung ausserhalb des häuslichen Bereichs. Mehr als 10% der Bevölkerung verfügen über kein Einkommen und über die Hälfte von ihnen leben in Entbehrung und Armut.
Vor allem für Jugendliche ist es sehr schwierig, eine beständige und erfüllende Arbeitsstelle zu finden. In der Arbeitslosigkeit sind Drogen und das organisierte Verbrechen oft nicht mehr weit.


Unsere Arbeit

Ein wichtiger Pfeiler für die Entwicklung von Itaquera ist das Sozialwerk Don Bosco, welches seit 1981 in dem Gebiet tätig ist. Die Salesianer bieten Betreuungsprogramme für Strassen- und Waisenkinder an und offerieren in Bildungs- und Kulturzentren Nachhilfe, Kurse für Frauen, sowie sportliche und musikalische Aktivitäten. Sie kümmern sich auch um die Betagten des Quartiers und haben ein Wohnungsprogramm für Familien, die sich kein Dach über dem Kopf leisten können. Zudem erhalten die in die Sozial- und Bildungsprogramme integrierten jungen Menschen Mahlzeiten.

BSP13023_Junge_im_UnterrichtIn der ganzen Stadt bekannt ist das Berufsbildungszentrum Centro Profissionalizante Dom Bosco. Es ist das grösste dieser Art im Staat São Paulo und wohl in ganz Brasilien. Es wurde 1993 eingeweiht und war für 800 Auszubildende gedacht. Im Jahre 2008 konnte Dank der Jugendhilfe Weltweit und ihrer Partner ein Neubau eingeweiht werden. Heute kommen täglich um 2000 Jugendliche ins Zentrum und erlernen die Theorie und Praxis eines Berufs. Um der enormen Nachfrage gerecht zu werden, findet der Unterricht in drei 4-stündigen Schichten (morgens, nachmittags und abends) statt. Schneider, Bäcker, (Auto-)Mechaniker, Metallarbeiter, Büroassistent, Techniker, Coiffeur und unzählige weitere Berufe können erlernt werden. Neben der Berufsausbildung erhalten die Jugendlichen auch eine personelle Förderung und Lebensschulung. Das macht sie für Arbeitgeber besonders attraktiv, weshalb die Absolventen des Berufsbildungszentrums sehr gute Chancen auf einen festen Arbeitsplatz und ein gesichertes Einkommen haben.

Um den Anforderungen des sich ständig wandelnden Arbeitsmarkts gerecht zu werden, ist es wichtig, die Ausbildungen permanent den aktuellen Standards anzupassen.
Die Metallmechanik-Werkstatt des Berufsbildungszentrums war mit veralteten Maschinen ausgerüstet. Es drohte die Gefahr, dass Jugendliche diese Maschinen bedienen lernen und im Berufsleben trotzdem nicht Fuss fassen können, weil sie die dort verwendeten Geräte nicht kennen. Aus diesem Grund hat das Centro Profissionalizante Dom Bosco seine Werkstätte modernisiert. Es wurden eine Vertikal-Bearbeitungsmaschine, zwei Horizontal-Drehmaschinen und sechs Universal-Fräsmaschinen mit Zubehör im Wert von 558 110 CHF gekauft. Mit dieser Investition könnten rund 130 Jugendliche beiderlei Geschlechts jährlich eine den Anforderungen und Bedürfnissen des Arbeitsmarkts entsprechende Ausbildung als Metallmechaniker absolvieren und erfolgreich ins Berufsleben eingegliedert werden. Die Jugendhilfe Weltweit beteiligt sich gerne an diesen Anschaffungen.


Das Projekt konnte mit Ihrer Unterstützung erfolgreich abgeschlossen werden. Vielen Dank! Bei Interesse können Sie mit uns in Kontakt treten und Fragen zum Verlauf des Projekts oder zum Abschlussbericht stellen.

Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit unterstützt aktuell andere Projekte in Brasilien sowie mit dem Schwerpunkt Bildung. Helfen auch Sie mit einer Spende, damit das Leben junger Menschen gelingt. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!