Berufsbildung

Beitrag zur integralen Ausbildung von Jugendlichen (Projekt BMA 15-004)

Brasilien – São Gabriel da Cachoeira

Mitten im Amazonasgebiet von Brasilien bieten die Salesianer Don Boscos der bitterarmen Bevölkerung Unterstützung an. Jugendliche und Familien profitieren von Berufskursen, die den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern sollen, von einem breiten Freizeitangebot, von Beratungsstellen und Unterstützung bei der Beantragung von staatlichen Subventionen. Um das Angebot aufrecht zu erhalten, benötigen die SDB Hilfe bei der Deckung der laufenden Kosten.

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BMA 15-004 São Gabriel_BäckerausbildungSão Gabriel da Cachoeira liegt im Amazonas. Ein grosser Teil des Verwaltungskreises liegt in einem Nationalpark und ist schwer zugängliches Gebiet mit schlechter Infrastruktur. 90% der Bevölkerung gehören einer indigenen Ethnie an und 40% leben in extremer Armut – ein Wert, der weit über dem nationalen Durchschnitt liegt. Die Hauptprobleme sind ein tiefes Bildungsniveau, keine vorhandenen beruflichen Qualifikationen und schlechter Zugang zu Subventionen respektive Desinformation über die Möglichkeit von Subventionen.

Hier setzt die Arbeit der Salesianer Don Boscos an. Im Verwaltungsgebiet von São Gabriel da Cachoeira gibt es drei salesianische Einrichtungen. Ziel ist es, in den Zentren eine Plattform für 130 Jugendliche, 70 junge Erwachsene und 50 Familien anzubieten, welche ihnen berufliche und persönliche Perspektiven, ein inklusives soziales Umfeld, Zugang zu Sozialschutz und Informationen ermöglicht.

Durch Elektrik-, Schreiner, Back- und Konditorei-, Kunstandwerk- und Informatikkurse soll den Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Berufseinstieg ermöglicht werden:

Auch die Stärkung der Familie ist ein grosses Anliegen. Dazu gibt es verschiedene Informationsveranstaltungen und Workshops, die ausserdem die Entwicklung von Kinder und Jugendlichen fördern. Mit der verstärkten Sozialarbeit in den Familien soll der Zugang zu staatlichen Subventionierungen garantiert werden.

Durch vielfältige Kunst-, Kultur- und Freizeitangebote wird die Bürgerbildung gestärkt und Raum für Selbstfindung geschaffen.

Um die laufenden Kosten (Personal, Lebensmittel, Instrumente und Sportequipment, etc.) zu decken, braucht es jährlich 70 000 Franken, wovon die Salesianer Don Boscos knapp die Hälfte selbst beisteuern können. Die JuWe möchte dieses vielversprechende Projekt mit 38 000 Franken mitfinanzieren.

Helfen auch Sie mit! Mit einer Spende mit dem Vermerk BMA 15-004 können Sie indigene Jugendliche im brasilianischen Amazonasgebiet direkt unterstützen. Herzlichen Dank!

 

Modernisierung der Metallmechanik-Werkstatt im Berufsbildungszentrum (Projekt BSP 13-023)

Brasilien – São Paulo

Die Kampagne Bosco Arena unterstützt dieses Projekt: Um der im Stadtteil Itaquera herrschenden Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, führen die Salesianer ein grosses Berufsbildungszentrum, welches gut ausgebildete und auf dem Arbeitsmarkt gefragte Arbeitskräfte hervorbringt. Damit das weiterhin so bleibt, ist es nötig, die Maschinen in der Metallmechanikwerkstatt zu erneuern und so die Ausbildung an die Entwicklung der Industrie anzupassen.

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Der Stadtteil Itaquera liegt im Osten der Stadt São Paulo. Etwa eine halbe Million Menschen leben auf einer Fläche von 54.3 km2. In Itaquera wird das Eröffnungsspiel der WM 2014 stattfinden, was sicherlich enorm zur Entwicklung der Gegend beiträgt.

Trotzdem ist Itaquera gekennzeichnet durch ein niedriges Angebot von Arbeitsplätzen und durch ungenügende Dienstleistungen, Infrastruktur und Ausstattung ausserhalb des häuslichen Bereichs. 12% der Bevölkerung verfügen über kein Einkommen; 54.5% leben in Entbehrung und Armut.

Vor allem für Jugendliche ist es sehr schwierig, eine beständige und erfüllende Arbeitsstelle zu finden. In der Arbeitslosigkeit sind Drogen und das organisierte Verbrechen oft nicht mehr weit.

Ein wichtiger Pfeiler für die Entwicklung von Itaquera ist das Sozialwerk Don Bosco, welches seit 1981 in dem Gebiet tätig ist. Die Salesianer bieten Betreuungsprogramme für Strassen- und Waisenkinder an und offerieren in Bildungs- und Kulturzentren Nachhilfe, Kurse für Frauen, sowie sportliche und musikalische Aktivitäten. Sie kümmern sich auch um die Betagten des Quartiers und haben ein Wohnungsprogramm für Familien, die sich kein Dach über dem Kopf leisten können. An die jungen Menschen, die in die Sozial- und Bildungsprogramme integriert sind, werden jährlich 2.2 Mio. Mahlzeiten abgegeben.

In der ganzen Stadt bekannt ist das Berufsbildungszentrum Centro Profissionalizante Dom Bosco.

Es ist das grösste dieser Art im Staat São Paulo und wohl in ganz Brasilien. Es wurde 1993 eingeweiht und war für 800 Auszubildende gedacht. Im Jahre 2008 konnte Dank der Jugendhilfe Weltweit und ihrer Partner ein Neubau eingeweiht werden. Heute kommen täglich 1700 Jugendliche über 15 Jahren ins Zentrum und erlernen die Theorie und Praxis eines Berufs. Um der enormen Nachfrage gerecht zu werden, findet der Unterricht in drei 4-stündigen Schichten (morgens, nachmittags und abends) statt. Schneider, Bäcker, (Auto-)Mechaniker, Metallarbeiter, Büroassistent, Techniker, Coiffeur und unzählige weitere Berufe können erlernt werden. Neben der Berufsausbildung erhalten die Jugendlichen auch eine personelle Förderung und Lebensschulung. Das macht sie für Arbeitgeber besonders attraktiv, weshalb die Absolventen des Berufsbildungszentrums sehr gute Chancen auf einen festen Arbeitsplatz und ein gesichertes Einkommen haben.

Um den Anforderungen des sich ständig wandelnden Arbeitsmarkts gerecht zu werden, ist es wichtig, die Ausbildungen permanent den aktuellen Standards anzupassen.

Die Metallmechanik-Werkstatt des Berufsbildungszentrums ist gegenwärtig mit veralteten Maschinen ausgerüstet. Es droht die Gefahr, dass Jugendliche diese Maschinen bedienen lernen und im Berufsleben trotzdem nicht Fuss fassen können, weil sie die dort verwendeten Geräte nicht kennen. Aus diesem Grund will das Centro Profissionalizante Dom Bosco seine Werkstätte modernisieren. Es sollen eine Vertikal-Bearbeitungsmaschine, zwei Horizontal-Drehmaschinen und sechs Universal-Fräsmaschinen mit Zubehör im Wert von 558 110 CHF gekauft werden. Mit dieser Investition könnten rund 130 Jugendliche beiderlei Geschlechts jährlich eine den Anforderungen und Bedürfnissen des Arbeitsmarkts entsprechende Ausbildung als Metallmechaniker absolvieren und erfolgreich ins Berufsleben eingegliedert werden. Die Jugendhilfe Weltweit beteiligt sich gerne an diesen Anschaffungen.

Helfen auch Sie mit! Sie können direkt spenden (Vermerk „BSP 13-023“) oder sich an unserer Kampagne Bosco Arena beteiligen. Herzlichen Dank!

 

Berufliche Ausbildung für Mädchen und Frauen (Projekt CAM 12-023)

Guatemala – Guatemala-City

Bittere Armut, Gewalt und Hilflosigkeit prägen den Alltag vieler Mädchen und junger Frauen in Guatemala-City. In der Pfarrei Divina Providencia schaffen die SDB mit ihrem Ausbildungszentrum Perspektiven für diese jungen Menschen. Jedoch müsste die Werkstätte erneuert werden, um eine arbeitsmarktrelevante Ausbildung zu ermöglichen. Die JuWe hilft!

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Bildung in allen Facetten ist für die Salesianer Don Boscos eine Selbstverständlichkeit. Leider ist in vielen Ländern der Welt das Bildungsangebot bescheiden. In Guatemala werden zwar fast alle Kinder eingeschult, aber durchschnittlich geht ein Kind nur viereinhalb Jahre in die Schule. Die Sekundarschule besuchen nur noch 40 Prozent der Jugendlichen, und einen Schulabschluss erreichen gerade einmal 21 Prozent der jungen Menschen. Dieses Bildungsdefizit bringt es mit sich, dass über 50 Prozent der Jugendlichen ohne Arbeit sind und damit am oder unter dem Existenzminimum leben müssen. Das führt zu einem hohen Konfliktpotenzial. Jugendliche schliessen sich zu rivalisierenden Jugendbanden zusammen. Häufig kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Todesopfern.

Diesen Teufelskreis von Armut und Gewalt kann man nur mit Bildung durchbrechen. Die Salesianer Don Boscos von Guatemala-City leisten mit ihrem Ausbildungszentrum Talleres Divina Providencia einen wichtigen Beitrag für eine bessere und gesicherte Zukunft von vielen jungen Menschen, insbesondere von jungen Frauen.

Berufsausbildung mit Zukunft
Die Salesianer Don Boscos in Guatemala-City schaffen in ihrer Pfarrei Divina Providencia mit ihrem Ausbildungszentrum Perspektiven für benachteiligte junge Menschen. Bildung verhilft ihnen zu einem möglichst selbstbestimmten Leben und bewahrt sie vor sozialer Gewalt und Diskriminierung. Die Berufsausbildung wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 30 Jahren angeboten. Rund die Hälfte der Auszubildenden sind Indigenas. Meist haben sie keine oder keine abgeschlossene Schulausbildung. Sie können im Zentrum ein Handwerk erlernen. Rund 1000 junge Menschen werden jährlich in neun verschiedenen Kursen ausgebildet. Dazu gehören Kosmetik und Schönheitspflege, Kochen und Konditorei, Handarbeit, Schneiderei und Konfektion, Industrieschneiderei, maschinelles Sticken, Blumenbinderei, Tastaturschreiben sowie Informatik und allgemeine Administration.

Frauenförderung zur Bekämpfung der Armut
Unter diesen Auszubildenden sind rund 85 Prozent junge Frauen. Die Ausbildung von Frauen ist in Lateinamerika besonders wichtig. Sie sind es, die verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen und die Familien oft alleine durchbringen müssen. Leider bleibt vielen Mädchen der Schulbesuch verwehrt, da sie zu Hause mithelfen müssen, das Schulgeld fehlt oder die Schule viel zu weit weg ist.

Herausforderungen – die Jugendhilfe Weltweit hilft
Die jungen Menschen, die bei den Salesianern Don Boscos ausgebildet werden, kommen durchwegs aus ärmsten Verhältnissen. Sie können für ihre Ausbildung nichts bezahlen. Auch die Behörden tragen zum Unterhalt der Berufsschule nichts bei. So kämpfen die Salesianer Don Boscos stets um die nötigen finanziellen Mittel zum Betrieb ihrer Berufsschule. Für den Unterhalt und die Neuanschaffung von Geräten und Maschinen bleibt nichts übrig. Damit die jungen Menschen nach ihrer Ausbildung einen Arbeitsplatz finden, müssen sie arbeitsmarktrelevant ausgebildet werden. Daher ist es wichtig, die Ausstattung der Werkstätten anzupassen und die notwendigen Infrastrukturverbesserungen vorzunehmen. Die JuWe hilft, die mit rund 200 000 Franken budgetierten Kosten zu finanzieren. Angeschafft werden neue Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Mobiliar für die Coiffeur- und Kosmetikschule, Modellpuppen, Backöfen, Kühlschranke, Backbleche, uvm.

Durch die qualitativ bessere Ausbildung an handelsüblichen Geräten wird sich auch die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Mindestens 60 bis 70 Prozent der Auszubildenden sollen nach Abschluss der Kurse in ein festes Arbeitsverhältnis vermittelt werden oder eine eigene Kleinwerkstatt gründen können. Die Vermittlungsquote soll sukzessive gesteigert werden. Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten die Auszubildenden ein staatlich anerkanntes Diplom. Dieses hilft ihnen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

Sie können hier für dieses Projekt spenden. Vermerken Sie dazu bitte die Projektnummer CAM 12-023. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!