Jugendsozialarbeit

Betreuung und Familienrückführung von befreiten Kinderarbeitern

Indien – Hyderabad

In Hyderabad ist den Behörden Ende Januar 2015 ein erfolgreicher Schlag gegen Kinderarbeit gelungen: 220 Kinder – darunter drei Mädchen – wurden aus mehreren Gebäuden befreit, wo sie lebten und arbeiteten. Die Kinder waren überwacht und geschlagen worden, hatten weder warme Kleider noch Decken und arbeiteten mit gefährlichen Substanzen. Doch die Befreiungsaktion war nicht vollständig durchdacht: Wohin mit all den Kindern? Die Behörden standen plötzlich mit 217 Jungen vor dem Strassenkinderheim Don Bosco Navajeevan und baten um Hilfe. Die Salesianer Don Boscos nahmen die Kinder auf – und kämpfen nun gegen Platzmangel und Budget-Knappheit.

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Die befreiten Kinderarbeiter freundeten sich schnell mit den anderen Jungen im Strassenkinderzentrum Don Bosco Navajeevan an. Langsam begannen sie, ihre Geschichten zu erzählen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Nordosten Indiens, wurden von ihren Familien getrennt und nach Hyderabad gebracht. Die Mehrheit ist unter 12 Jahre alt – einige sind jedoch über 18-jährig.

Für die Salesianer Don Boscos ist klar, dass sie diese Kinder unterstützen und ihnen zur Seite stehen. Zur Zeit führen sie mit jedem einzelnen Kind Gespräche und versuchen, herauszufinden, wo es herkommt. Kann die Familie des Kindes ermittelt werden, wird der Kontakt hergestellt und im Idealfall kann der Junge zu seinen Eltern zurückgebracht werden.

Der Platz im Strassenkinderzentrum ist begrenzt. Mit den Kinderarbeitern hat sich die Zahl der Jugendlichen auf einen Schlag verdoppelt. Die Salesianer Don Boscos bitten dringend um Unterstützung, damit sie für die Kinder Lebensmittel, Kleider und Decken kaufen können.

Unterstützen Sie diese grossherzige, spontane Aktion mit einer Spende und dem Vermerk „Kinderarbeiter Hyderabad“. Vielen herzlichen Dank!

Befreite Kinderarbeiter am Tag der Ankunft
Kulturanlass für die Kinder im Don Bosco Navajeevan

 

Hilfsprogramm für Vorschulkinder aus Favelas (Projekt BMA 99-094)

Brasilien – Aleixo-Manaus

In der vom Regenwald umgebenen Millionenstadt Manaus gibt es über 100 Armenviertel (Favelas). Um den Kindern aus diesen immer wieder überfluteten Gebieten zu helfen, bieten die Salesianer Don Boscos drei Sozialzentren, in denen über 650 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren betreut und deren Familien begleitet werden, an. Dort dürfen die Kinder noch Kind sein und ihrem harten sozialen Umfeld entfliehen…

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Manaus ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas. Bekannt ist sie durch die nahe Mündung des Rio Negro in den Amazonas sowie für den sehr artenreichen Urwald, der die Stadt umgibt. Die 2-Mio.-Stadt erreicht man am besten per Schiff oder Flugzeug, denn es gibt nur eine einzige Überlandstrasse Richtung Norden.

Die Stadt wandelte sich vom Kautschukboom zum touristischen Ausgangspunkt für Abenteuerstreifzüge in den atemberaubenden Amazonas. «Atemraubend» ist jedoch auch der Besuch einer der hundert, in den letzten Jahren entstandenen Favelas (Elendsviertel). Gleich am Eingang zu einer Favela fällt auf, dass dies eine andere Welt ist. Auf schmalen, rutschigen, uralten Holzstegen steigt man über dreckige Wasserlöcher und Bäche, die durch den Regen und der fehlenden Wasser- und Kanalisationsleitungen entstanden sind, hinein in eine für uns unvorstellbare Welt. Die aus Holz und sonstigen Abfall gebauten Hütten stehen wegen dem Wasser auf Stelzen. Doch diese Vorsichtsmassnahme reicht bei starkem Regen nicht immer aus und die Häuser werden geflutet. Ein Blick in das Innere einer Hütte sagt alles. Das Leben ist einfach, die Not gross. Auf ein paar Quadratmetern spielt sich das Familienleben ab. Die Menschen müssen teils mit nur einem US-Dollar pro Person und Tag über die Runden kommen. Viele Kinder leiden an Unter- oder Mangelernährung.

Gegen diesen Notstand kämpfen die Salesianer Don Boscos an. Dazu gründeten sie 1982 die Sozialwerke der Pfarrei São José Operário do Aleixo. Das Werk besteht heute aus drei Sozialzentren, in denen über 650 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren betreut und deren Familien begleitet werden. Es sind alles Kinder aus den Favelas rund um das Stadtviertel Aleixo.

In den Zentren können die Kinder ihrem harten sozialen Umfeld entfliehen und dürfen auch mal Kind sein. In Rollenspielen lernen sie wieder lachen, singen, beten und aufeinander zugehen. Die pädagogische und psychologische Betreuung hilft besonders jenen Kindern, die schon in ihrem jungen Leben schwerwiegende, psychische Störungen aufweisen. Auch behinderte Kinder sind in das Programm integriert und erhalten auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung. Das Konzept des salesianischen Sozialwerkes beinhaltet: Kindergarten/Vorschulprogramm, Kinderschutz und -rechte, Ernährungsprogramm sowie Familienschutz. Dafür wenden die Salesianer pro Jahr rund 600 000 brasilianische Real (BRL) auf, das sind rund 300 000 USD. Die JuWe engagiert sich besonders für die Ernährung und somit für die Gesundheit der Kinder und unterstützt seit 1999 das Ernährungsprogramm mit jährlich 30 800 USD. Dank dieser Hilfe können täglich zwei Mahlzeiten verteilt werden. Dies ist ein grosser Segen für die Kinder! Mit rund 40 BRL (ca. 20 USD) monatlich kann ein Kind verpflegt werden. Ernährung, die ihnen Energie fürs Leben und damit eine bessere Zukunftschance gibt.

Unterstützen auch Sie dieses Sozialprojekt für benachteiligte Kinder. Mit dem Vermerk BMA 99-094 geht Ihre Spende direkt an das Projekt.