Programm «Olho Vivo»

BRASILIEN: Rondonópolis - BCG 03-027-18

Rondonópolis liegt im Süden des Bundestaates Mato Grosso und ist seit Mitte des letzten Jahrhunderts mit einer ständigen Zuwanderung aus anderen brasilianischen Bundesstaaten konfrontiert. Das schnelle Wachstum dieser Stadt bringt grosse Probleme mit sich. So haben viele der Zuwanderer keinen angemessenen Wohnraum und leben in Hütten am Rand der Stadt.

Land/Ort: BRASILIEN – Rondonópolis
Projektnummer: BCG 03-027-18
Projektziel: Jungen Menschen wird eine Alternative zu der Strasse und dem Nichtstun geboten, um sie so vor Gewalt, Jugendbanden und sexueller Ausbeutung zu schützen.
Mittelbedarf: jährlich rund 40 000 Franken

 

 

 

Hintergründe

Rondonópolis liegt im Süden des Bundesstaates Mato Grosso und ist seit Mitte des letzten Jahrhunderts mit einer ständigen Zuwanderung aus anderen brasilianischen Bundesstaaten konfrontiert. Das schnelle Wachstum dieser Stadt bringt grosse Probleme mit sich. So haben viele der Zuwanderer keinen angemessenen Wohnraum und leben in Hütten am Rand der Stadt. Die bcg-03-027-essensausgabeSalesianer Don Boscos betreuen die Pfarrei «Santa Terezinha», zu der viele Menschen aus schwierigen Lebensumständen gehören, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Die Salesianer Don Boscos haben in den vergangenen fünfzehn Jahren sechs kleine und mittelgrosse Jugendzentren aufgebaut. Damit wollen sie den jungen Menschen eine Alternative zum Nichtstun bieten und sie in schwierigen Lebenssituationen begleiten und betreuen. In den Zentren werden verschiedene Freizeitprogramme und schulischer Nachhilfeunterricht angeboten. Seit dem Jahr 2007 unterstützt die Jugendhilfe Weltweit dieses Programm mit rund 40 000 Franken pro Jahr.

Die Pfarrei Santa Terezinha, die von den Salesianern Don Boscos betreut wird, wurde 1993 gegründet. Drei Faktoren kennzeichnen diese Pfarrei:

  • Hier leben über 5000 Camionneure und Berufsleute der Mittelklasse.
  • In den Randquartieren der Stadt leben über 15 000 Menschen in sehr schwierigen Umständen. Rund die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Arbeitslosigkeit, Gewalt und Ausbeutung prägen dieses Gebiet.
  • Zur Pfarrei gehören auch ländliche Aussenstationen, die bis zu 30 km von der Stadt entfernt sind. Hier leben über 5000 Bauern und Landwirtschaftsangestellte. Die Pfarrei hat einen Durchmesser von ca. 50 km und zählt ungefähr 25 000 bis 30 000 Personen.


Unsere Arbeit

Das grösste Oratório (Jugendzentrum) besteht im heutigen Umfang seit 2004. Früher gab es nur ein kleines Angebot für ca. 50 Kinder und das Oratório war nur mittwochs und an den Wochenenden geöffnet. Heute kommen unter der Woche täglich an die 600 Kinder und Jugendliche ins Zentrum. An den Wochenenden sind es bis zu 1000 Personen und zu den grossen Festen kommen 3000 bis 4000 Besucher. Das Zentrum ist täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Es werden zahlreiche Kurse und Aktivitäten angeboten. Diese reichen von schulischem Nachhilfeunterricht über Musik-, Informatik-, Schneidereikurse bis hin zu einem vielseitigen Sportangebot mit Fussball, Volleyball, Judo, usw. Darüber hinaus finden im Oratório auch Anlässe wie Sing- und Sportwettbewerbe sowie Kulturnächte statt. Am Muttertag, an Ostern, am Nationalfeiertag, an Weihnachten und an weiteren Tagen werden zudem noch Feste veranstaltet.

Darüber hinaus werden zweimal täglich (vormittags und nachmittags) ca. 500 Zwischenverpflegungen abgegeben. Dabei werden die Lebensmittel manchmal auch von Einkaufszentren gespendet.

Im Auditorium findet jeden 1. und 3. Samstag im Monat die Ausbildung der 60 bis 70 Volontäre statt und jeden 2. und 4. Samstag die Ausbildung der Gruppenleiter. Einmal monatlich versammeln sich die Katecheten zum Unterricht.

Das Projekt «Olho Vivo» (lebendiges Auge) fördert nach der Pädagogik Don Boscos (Präventivsystem) junge Menschen mit Erziehungs-, Kultur- und Freizeitangeboten, aber auch mit Ernährungsprogrammen und Gesundheitsförderung.


Unterstützen auch Sie dieses Sozialprojekt. Mit dem Vermerk BCG 03-027-18 geht Ihre Spende direkt an das Projekt. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Projektleiterin Nina Astfalck.