Brunnenbauprojekt Mato Grosso

BRASILIEN: Mato Grosso - BCG 02-007

In den abgelegenen und sehr einfachen Dörfern der Bororos und Xavantes sind die Infrastrukturen sehr dürftig. Sauberes Wasser ist rar. Dank der Brunnenbohrungen des Salesianerbruders Alois Würstle in den Dörfern erhalten diese indigenen Völker Zugang zu Trinkwasser und zu Wasser für die Bewässerung ihrer Felder.

BCG02007_Brasilien_Brunnenbau_Junge am DuschenLand/Ort: BRASILIEN – Mato Grosso
Projektnummer: BCG 02-007
Projektziel: Die Wasserversorgung der indigenen Bevölkerung zu sichern
Projektwirkung: Durch das saubere Trinkwasser können Gesundheit und Hygiene der indigenen Bevölkerung gewährleistet werden
Mittelbedarf: Kosten pro Brunnen bis zu 8000 Schweizer Franken (mehr als 10 Brunnen pro Jahr)
Projekt-Partner: Wasserversorgungsgenossenschaft Muri und PrivatspenderInnen

Hintergründe

Im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso, der flächenmässig fast 22-mal so gross ist wie die Schweiz, leben weniger als fünf Einwohner auf einem Quadratkilometer. Der Norden ist von tropischem Regenwald, dem Amazonas, bedeckt. Im Südwesten befindet sich das weltbekannte Feuchtgebiet Pantanal, das unzählige Tier- und Pflanzenarten beherbergt, jedoch durch Industrialisierung, Landwirtschaft und Rodung akut gefährdet ist. Im Süden und Osten sind es artenreiche Baum- und Grassavannen, die durch die Viehzucht, durch riesige Soja-, Zuckerrohr- und Maisplantagen sowie durch den Abbau von Bodenschätzen wie Eisenerz usw. verdrängt werden.

BCG02007_Brasilien_Brunnenbau_DorfszenenIn diesem grossen Gebiet betreuen die Salesianer Don Boscos zwei indigene Völker – die Bororos und Xavantes. Diese ehemaligen Nomadenstämme leben in mehreren Reservaten verstreut im Mato Grosso. Das Gebiet ist weitläufig und man muss stundenlange Autofahrten – oft auf Schotterstrassen – auf sich nehmen, um in die abgelegenen Dörfer zu gelangen. Einige Missionsstationen der Salesianer Don Boscos sind direkt in den Reservaten angesiedelt. Die Infrastrukturen sind nach wie vor sehr dürftig in diesen sehr einfachen Dörfern. Das Wasser, das sie früher aus den Bächen und Seen zum Trinken und zum Bewässern ihrer Felder geschöpft haben, ist heute oft mit Chemikalien (Pestizide, Düngemittel) kontaminiert und verursacht Durchfallerkrankungen, Wurmbefall und Infektionen.


Unsere Arbeit

Seit dem Jahr 1957 lebt und arbeitet der deutsche Salesianerbruder Alois Würstle in Mato Grosso bei den Xavantes und Bororos. Er setzt sich ein für das Lebensrecht dieser indigenen Völker und baute ihnen mit seinem Team Schulen, Elektrizitätswerke, Strassen und Brücken. Seit einigen Jahren bohrt er in den Dörfern Brunnen. Zur Förderung des Wassers hat er diverse Pumpen entwickelt. Jährlich kommen bis zu 20 neue Brunnen hinzu. Ein Brunnen kostet, je nach Tiefe, zwischen 6200 und 8000 Schweizer Franken. Bis heute konnten dank der Unterstützung von vielen Spenderinnen und Spendern mehr als 250 Brunnen gebohrt werden. Ziel von Alois Würstle ist, dass jedes indigene Dorf einen Brunnen hat.

 

Dabei wendet der gelernte Elektriker und Schreiner die neuste Technik an und entwickelt unabhängige Systeme. So wird zum Beispiel Wasser mittels einer Schaukel empor gepumpt. «Wir müssen Systeme einsetzen, bei denen nicht immer die Frauen die Schwerstarbeit tun müssen.», meint Bruder Alois, der von den Indigenas liebevoll Mestre Luiz genannt wird. Die Arbeit dieses initiativen Salesianers unterstützt die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit seit 1996. Am 18. Juni 2009 wurde Bruder Alois Würstle für sein Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz seines Heimatlandes Deutschland geehrt.

Mehr zur Arbeit von Pater Alois Würstle finden Sie in der Reportage «Ein Brunnen im Indianerland» in der Ausgabe Nr. 2 2014 der Zeitschrift WeltWeit. Zum Artikel (PDF)

Helfen auch Sie mit, dass der Salesianerbruder Alois Würstle weitere dringend benötigte Brunnen für die Bororos und Xavants bohren kann, um ihnen den Zugang zu sauberem und Leben spendendem Wasser zu ermöglichen. Bitte spenden Sie mit dem Vermerk BCG 02-007 für den Bau von Brunnen. Vielen herzlichen Dank!

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Projektleiterin Brigitte Meier.

Die Bilder in diesem Beitrag sind von ©Florian Kopp.