Hilfsprogramm für Vorschulkinder aus Favelas

BRASILIEN: Manaus - BMA 99-094

In der vom Regenwald umgebenen Millionenstadt Manaus gibt es über 100 Favelas (Armenviertel). Um den Kindern aus diesen immer wieder überfluteten Gebieten zu helfen, bieten die Salesianer Don Boscos drei Sozialzentren an, in denen über 650 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren betreut und deren Familien begleitet werden. Dort können die Kinder ihrem harten sozialen Umfeld entfliehen.

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Land/Ort: BRASILIEN – Manaus
Projektnummer: BMA 99-094
Projektziel: Die Sicherung der Ernährung von über 670 Vorschulkinder im Alter von vier bis sechs Jahren.
Mittelbedarf: jährlich rund 40 000 Franken

 

 

 

Hintergründe

Manaus ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas. Die Stadt ist von einem artenreichen Urwald umgeben und bekannt als Ort, wo der Rio Negro in den Amazonas mündet. Weil nur eine einzige Überlandstrasse von Norden her in die Stadt führt, erreicht man sie am besten per Schiff oder Flugzeug.

bma-99-094-jugendsozialwerk-favela-manausIn den letzten Jahrzehnten wandelte sich die Stadt vom Kautschuklieferant der Welt zum touristischen Ausgangspunkt für Abenteuerstreifzüge in den atemberaubenden Amazonas. «Atemberaubend» ist jedoch auch der Besuch einer der unzähligen in den letzten Jahren entstandenen Favelas (Elendsviertel). Gleich am Eingang zu einer Favela wird klar, dass man eine andere Welt betritt. Über schmale, rutschige, uralte Holzstege steigt man in eine für uns unvorstellbare Welt hinein. Die Stege führen über dreckige Wasserlöcher und Bäche, entstanden durch den Regen und fehlende Wasser- und Kanalisationsleitungen. Die Hütten selbst sind aus Holz und sonstigem Abfall gebaut und stehen wegen des Wassers auf Stelzen. Jedoch reicht diese Vorsichtsmassnahme bei starkem Regen nicht immer aus und die Häuser werden trotzdem geflutet. Die Hütten sind sehr einfach eingerichtet und es fehlt an vielem. Das Familienleben spielt sich auf wenigen Quadratmetern ab und viele Menschen leben mit nur 1,25 US-Dollar pro Person und Tag am Existenzminimum. Folglich leiden viele Kinder an Mangel- oder Unterernährung.


Unsere Arbeit

Gegen diesen Notstand kämpfen die Salesianer Don Boscos an. Dazu gründeten sie 1982 die Sozialwerke der Pfarrei «São José Operário do Aleixo». Die Werke bestehen heute aus drei Sozialzentren, in denen über 670 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren betreut und deren Familien begleitet werden. Es sind alles Kinder aus den Favelas rund um das Stadtviertel Aleixo.

In den Zentren können die Kinder ihrem harten sozialen Umfeld entfliehen und dürfen auch mal Kinder sein. In Rollenspielen lernen sie wieder wie man lacht, singt, betet und aufeinander zugeht. Die pädagogische und psychologische Betreuung hilft besonders Kindern, die in ihrem jungen Leben schon schwerwiegende, psychische Störungen aufweisen. Auch behinderte Kinder sind in das Programm integriert und erhalten eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung. Das Konzept des salesianischen Sozialwerkes beinhaltet: Kindergarten/Vorschulprogramm, Kinderschutz und -rechte, Ernährungsprogramm sowie Familienschutz. Dafür wenden die Salesianer pro Jahr rund 600 000 brasilianische Real (BRL) auf, was rund 300 000 US-Dollar entspricht. Die Jugendhilfe Weltweit engagiert sich besonders für die Ernährung und somit für die Gesundheit der Kinder und unterstützt seit 1999 das Ernährungsprogramm mit jährlich 40 000 US-Dollar. Dank dieser Hilfe können täglich zwei Mahlzeiten an Kinder verteilt werden. Mit rund 40 Real (ca. 20 US-Dollar) monatlich kann ein Kind verpflegt werden. Diese Ernährung gibt ihnen Energie fürs Leben und damit eine bessere Zukunftschance.

Unterstützen auch Sie dieses Sozialprojekt für benachteiligte Kinder. Mit dem Vermerk BMA 99-094 geht Ihre Spende direkt an das Projekt. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Projektleiterin Nina Astfalck.