Schulbildung

Schulbus für Ziegelfabrik-Kinder (Projekt INN 15-027)

Indien – Passol Village (Bundesstaat Haryana)

In den rund 500 Ziegelfabriken im Jhajjar District des indischen Bundesstaates Haryana ist Kinderarbeit in Einwandererfamilien weit verbreitet. Die Kinder leben in größter Armut, in erbärmlichen Behausungen und unter schlimmsten hygienischen Bedingungen. Ihr Lohn ist skandalös niedrig, für ihr Überleben aber unabdingbar. Trotz ihres Einkommens sind diese Kinder stark unterernährt und anfällig für Krankheiten. Ein weiteres zentrales Problem: Durch Kinderarbeit haben junge Menschen kaum Zugang zu Bildung. Ohne Bildung bleiben sie im Teufelskreis der Armut gefangen!

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Inmitten der qualmenden Fabrikschlote betreiben die Salesianer Don Boscos ein Kinderdorf und eine Schule. Hier finden diese benachteiligten Kinder eine Wohnmöglichkeit, erhalten Verpflegung und die notwendige medizinische Versorgung. Sie werden unterrichtet und in den fortgeschrittenen Schulstufen erwerben sie auch berufliche Grundkenntnisse. Die SDB sammeln die Kinder jeweils in den verschiedenen Fabriken ein. Jedoch hat die staubige Gegend dazu geführt, dass der Benzinmotor des Schulbusses kaputt gegangen ist, weshalb dringend ein neuer Schulbus mit Dieselmotor benötigt wird.

Die Salesianer Don Boscos haben die Jugendhilfe Weltweit um Unterstützung gebeten, denn momentan ist es sehr schwierig, die rund 300 Buben und Mädchen überhaupt von ihren Arbeitsplätzen in den Ziegelfabriken zum Don-Bosco-Zentrum zu bringen.

Für den Schulbus, ohne den die Kinder keinen Zugang zu Bildung haben, werden 17’000 Franken benötigt. Mit Ihrer Spende mit dem Vermerk INN 15-027 leisten Sie einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Situation von indischen KinderarbeiterInnen. Herzlichen Dank!

 

Schule in der Favela Jacarezinho (Projekt BBH 07-037)

Brasilien – Rio de Janeiro

2014_06_25_Titelbild Video JacarezinhoDie Favela Jacarezinho gehört zu den grössten Elendsvierteln von Rio de Janeiro. Die Salesianer Don Boscos führen die einzige Schule in dieser Favela. Täglich kommen 540 Kinder und Jugendliche in die Kinderkrippe oder zum Schulunterricht von der 1. bis zur 8. Klasse. Neben der Schule gibt es viele Betreuungs- und Beschäftigungsprogramme, um die Kinder so gut es geht von der Strasse fern zu halten.

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Jacarezinho (zu Deutsch: kleines Krokodil) gehört zu den grössten Elendsvierteln von Rio de Janeiro. Nach offiziellen Angaben leben 36’500 Menschen in diesem Viertel. In Wirklichkeit sind es um die 100’000 Menschen – auf einer Fläche von knapp einem Quadratkilometer! Die meisten von ihnen haben keine regelmässige Arbeit und leben am oder unter dem Existenzminimum. Die Grundversorgung – Trinkwasser, Abwasser, Strom, Gesundheitsversorgung usw. – ist in einem schlechten Zustand. Armut ist allgegenwärtig.

Die Don-Bosco-Schule im Sozialwerk Santa Rita de Cássia ist die einzige Schule in der Favela Jacarezinho. Sie wurde vor 43 Jahren von den Salesianern Don Boscos ins Leben gerufen. Seit Beginn haben 20’000 Kinder und Jugendliche die Schule besucht. Heute kommen täglich 540 Kinder und Jugendliche in die drei Kinderkrippen oder zum Schulunterricht von der 1. bis zur 8. Klasse. Weil es Platzmangel gibt, werden sie in zwei Schichten unterrichtet, vormittags und nachmittags. Sie alle erhalten täglich auch eine Mahlzeit. In der Schule geht es nicht nur ums Rechtschreiben und Einmaleins sondern um eine ganzheitliche und integrale Erziehung. Die jungen Menschen sollen den Teufelskreis von Armut und Kriminalität durchbrechen und fähig werden Recht von Unrecht zu unterscheiden und sich für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen. Sie sollen verstehen, dass Drogen und Gewalt keine Lösung ihrer Probleme darstellen und die Armut durch Bildung zu überwinden ist. So werden in den Schulbetrieb auch verschiedene Bewusstseinsbildungsprogramme über Themen wie z.B. Gewaltprävention, Aids, Schwangerschaft, Drogenkonsum, Drogenhandel und vieles mehr integriert.

Damit sich die Kinder und Jugendlichen in ihrer Freizeit nicht auf den Strassen aufhalten und dort Gefahren ausgesetzt sind, hat das Freizeitangebot einen wichtigen Stellenwert: Es gibt Sportangebote, Besuche in Museen, Kino, Freizeitspiele, Tanz, Theater, Vorträge, Diskussionsforen, Jugendtreffs usw.

Daher ist das Zentrum auch von 6:30 Uhr in der Früh bis abends um 22:00 Uhr geöffnet.

Die Schule war früher in viel zu kleinen und oft auch fensterlosen Räumen des Sozialzentrums untergebracht. Um den Kindern und Jugendlichen eine Schulausbildung in menschenwürdigen Räumen anzubieten, wurde direkt neben dem Sozialzentrum ein Neubau mit Klassenzimmern errichtet. Die Erneuerung des Sozialzentrums ist vorgesehen. Auf dem Dach der Schule wurde ein Spielplatz mit Überdachung eingerichtet. Dies ist der einzige Platz in der Favela, wo die Kinder nach Herzenslust Fussball spielen und sich austoben können!

Wir danken unseren grosszügigen Spendern für die Finanzierung dieses Neubaus! Das Sozialwerk Santa Rita de Cássia ist nach wie vor auf unsere Unterstützung angewiesen. Mit einer Spende mit dem Vermerk BBH 07-037 tragen Sie dazu bei, die laufenden Kosten der Schule und ihrer Freizeitaktivitäten zu decken. Herzlichen Dank!

 

Schulbildung für Landkinder (Projekt BOL 12-020)

Bolivien – San Carlos

BOL 12-020 Bild 4 quadrBolivien ist zweigeteilt – im Osten gibt es das durch Rohstoffe besser gestellte Tiefland, im Westen das verarmte Hochland. An der Grenze dieser beiden Welten, am Fusse der Anden, liegt San Carlos. Aufgrund der hohen Migrationsströme Richtung Provinzhauptstadt Santa Cruz ist die dörflich geprägte Kleinstadt unkontrolliert gewachsen. So fehlt es an genügend Schulen, Gesundheitszentren u. v. m. für die 33 000 Einwohner.

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Die Salesianer Don Boscos sind seit 1963 in Bolivien tätig. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Schulbildung für marginalisierte Kinder und Jugendliche. Hierzu gründeten sie 1991 ein Netzwerk von Volksschulen – die Escuelas Populares Don Bosco (kurz EPDB genannt). Heute unterhält das Netzwerk 268 Schulen, in denen 110 000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 18 Jahren von mehr als 4600 Lehrpersonen unterrichtet werden. 68% der Schulen befinden sich auf dem Land, wo viele indigene Völker in extremer Armut leben. Ihr ungleicher Zugang zu Bildung und Arbeit verstärkt ihre politisch-gesellschaftliche Ausgrenzung und entzieht ihnen die Existenzgrundlagen. Viele indigene Kinder müssen arbeiten und zum Einkommen der Familien beitragen. Das Recht auf Bildung wird ihnen verwehrt – vor allem den Mädchen. Diesem Missstand treten die Salesianer entschlossen entgegen. Bemerkenswert: Die Mädchen machen heute durchschnittlich 50 Prozent in den Don-Bosco-Schulen aus.

Das salesianische Schulnetzwerk, das neben den öffentlichen und privaten Schulen die dritte Art der bolivianischen «Vertragsschulen» darstellt, ist staatlich anerkannt. Die Regierung bezahlt die Gehälter für die Lehrpersonen sowie die Kosten für Strom und Wasser. Alles andere wie Schulmobiliar, Unterhalt der Gebäude, Löhne für Hausmeister und Schulleitung müssen die Salesianer selber finanzieren. Hier können wir Dank Spenden aus der Schweiz mithelfen. In den letzten Jahren finanzierte die JuWe mit 30 000 CHF Tische, Stühle und Wandtafeln für 16 Schulen.

In San Carlos unterhält die EPDB auch die Vorschule Tarcisio del Fabro, die Kinder von vier bis sechs Jahren betreut. Die Schule besteht aus zwei kleineren Gebäuden (30m2 und 56m2gross). Das ältere Gebäude, in den 70er Jahren aus Lehmziegeln gebaut, war in einem derart desolaten Zustand, dass es nicht mehr renoviert werden konnte. Wir entschlossen uns für einen Neubau. Für 28 600 CHF entstand ein einfaches, zweckdienliches Schulgebäude. Damit schufen wir einen sicheren Ort zum Spielen und Lernen für 80 Vorschulkinder.

Weitere Unterstützung für das Schulnetzwerk EPDB:
Im 2014 wird die JuWe in der Don-Bosco-Schule Antonio Diez in Sivingani (Cochabamba) den veralteten Wassertank für 4500 EUR ersetzen. Die Dorfschule befindet sich auf 2600 m ü. M. und betreut über 1000 Schulkinder. Im Dorf Topohoco (La Paz) auf 4200 m ü. M. plant die JuWe zudem die Fertigstellung der Sekundarschule für 47 000 EUR. Hier werden 120 Buben und Mädchen für ihre Zukunft lernen können.

Sie können hier für diese Projekte spenden. Vermerken Sie dazu bitte die Projektnummer BOL 12-020 für die Schulrenovation in San Carlos, BOL 12-001 für die Fertigstellung der Sekundarschule in Topohoco oder BOL 14-010 für den Wassertank in Sivingani. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!

 

Stipendien für schwarze StudentInnen (Projekt BPA 03-013)

Brasilien – Porto Alegre

Am 26. November 2002 wurde die Fakultät Dom Bosco in Porto Alegre eröffnet. Sie umfasst die Bereiche Administration, Informationstechnik, Rechnungswesen, Recht und Umweltwissenschaft. Die Fakultät bietet ihre Bildungsangebote auch Studenten aus benachteiligten Schichten an, insbesondere auch jungen, schwarzen Frauen und Männern. Ein Stipendium ermöglicht ausgegrenzten jungen Menschen den sozialen Aufstieg!

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Am 26. November 2002 wurde die Fakultät Dom Bosco in Porto Alegre eröffnet. Sie umfasste damals die Bereiche Administration und Informationstechnik. Inzwischen sind die Bereiche Rechnungswesen, Recht und Umweltwissenschaft dazugekommen. Seither konnten bereits 300 Studentinnen und Studenten ihr Studium mit einem Diplom abschliessen.
BPA 03-013 Die Don Bosco Fakultät in Porto AlegreDie Fakultät Dom Bosco bietet ihre Bildungsangebote auch Studenten aus benachteiligten Schichten an, insbesondere auch für junge Schwarze. Auch wenn 1888 Brasilien als letztes Land der westlichen Hemisphäre die Sklaverei abgeschafft hat, werden Schwarze noch immer ausgegrenzt. Der Staat versäumte es, den Afrobrasilianern mittels einer klugen Gesetzgebung Autonomie und Unterstützung zu einem würdevollen Leben zu garantieren.
Zurzeit erhalten 20 Studentinnen und Studenten aus sehr armen Verhältnissen ein Stipendium. Sie schlossen sich zur Gruppe «Etnia Negra» zusammen, in der sie gemeinsam die soziale und wirtschaftliche Situation der schwarzen Bevölkerung in Brasilien analysieren und Wege in eine bessere Zukunft suchen. Einer dieser Wege ist ein Studium. Die Jugendhilfe Weltweit bezahlt den ins Programm integrierten Studentinnen und Studenten 50% des Studiengeldes. Die restlichen 50% und den Lebensunterhalt verdienen sie sich durch eine adäquate Arbeit selber. Das bedeutet, dass sie alle sehr gefordert sind. Halbtags müssen sie arbeiten; die restliche Zeit ist voll mit dem Studium besetzt.
Die Jugendhilfe Weltweit hat seit 2004 über 400 000 CHF in dieses Stipendienprogramm investiert und trägt damit dazu bei, dass Benachteiligte eine echte Chance für einen sozialen Aufstieg erhalten!

Studenten berichten…

BPA 03-013 Aline - Studentin der RechtswissenschaftenAline da Cruz Soares (1982) studiert Rechtswissenschaft. Ihr Studium wird sie Ende 2014 abschliessen.
«Ein höheres Studium bedeutet für mich, Horizonte zu öffnen und Möglichkeiten zu erhalten für neue Perspektiven und Kenntnisse. Das Stipendium ist für mich die Umsetzung eines Traumes. Denn bisher hatte die grosse Mehrheit der schwarzen Bevölkerung in unserem Land (nach brasilianischem Institut IBGE für Statistik nur 2%) keinen Zugang zu einer höheren Bildung. Ich gehöre nun zu diesen 2%, die durch ein Studium privilegiert sind.

BPA 03-013 Leonardo studiert InformationstechnikLeonardo Teixeira da Silva (1983) studiert Informationstechnik und wird nächstens sein Studium abschliessen.
«Das Studium bedeutet für mich, dass ich Jahr für Jahr in persönlicher und beruflicher Hinsicht Fortschritte machen kann. Mit dem Stipendium konkretisieren sich mein Traum und der meiner Eltern auf eine gesicherte Zukunft. Meine Eltern konnten nicht einmal die Grundschule abschliessen. Mit meiner höheren Bildung werde ich dazu beitragen können, dass sie einem ruhigeren Alter entgegensehen dürfen.»

BPA 03-013 Elyse studiert AdministrationElyse da Cruz Junqueira Vasconcelos (1988) studiert Administration. Ihr Studium geht noch bis Ende 2013.
«Das Studium bedeutet für mich die Realisierung eines Traumes, einen Beruf zu haben und bessere Chancen für eine gute Arbeit. Vor dem Studium unterrichtete ich als Praktikantin Kunst und arbeitete als Kassiererin in einem grossen Warenhaus. Mit dem Beginn an der Fakultät konnte ich mich bei besseren vakanten Stellen bewerben. Ich erhielt eine Stelle als Assistentin im Landwirtschaftsministerium. Heute arbeite ich in deren Personalfürsorgestiftung.

BPA 03-013 Marco studiert UmweltwissenschaftMarco Felippi Siqueira Vieira (1982) studiert Umweltwissenschaft. Ende 2014 wird er sein Studium abschliessen.
Vor dem Beginn des Studiums war ich auf der Suche nach einem eigenen kleinen Geschäft. Die Möglichkeit, eine höhere Ausbildung zu machen, gab mir die Chance, als erster meiner Familie ein Studium zu absolvieren und auf dem Arbeitsmarkt eine bessere Anstellung zu finden. Mein Vater sagte immer: «Manchmal fährt der Zug nur einmal vorbei. Wenn Du nicht einsteigst, bleibst Du zurück!»

Sie können hier für dieses Projekt spenden. Vermerken Sie dazu bitte die Projektnummer BPA 03-013. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!