Nothilfe für die Opfer der Erdrutsche und Überschwemmungen in Freetown

SIERRA LEONE: Freetown - AFW 17-073

Im August 2017 ereignete sich in Freetown ein heftiges Unwetter, das zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt hat. Die Salesianer haben sofort Massnahmen ergriffen und obdachlose Kinder aufgenommen. Die Kinder erhalten im Don Bosco Fambul einen Schlafplatz sowie kostenloses Essen, zudem stehen ihnen die Angebote und Freizeitbeschäftigungen des Zentrums offen. Mit dieser Nothilfe konnten die Salesianer das Leid der Kinder lindern und sie bei der Suche nach ihren Eltern unterstützen.

Land/Ort: SIERRA LEONE – Freetown
Projektnummer: AFW 17-073
Projektziel: Nothilfe für die Opfer der Erdrutsche und Überschwemmungen in Freetown, Sierra Leone. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Beherbergung und Betreuung von bis zu 300 Kindern und Jugendlichen, die von der Naturkatastrophe direkt betroffen sind.
Mittelbedarf: 77 000 CHF für Soforthilfe, 81 000 CHF für verlängerte Hilfe


Hintergründe

Vom 11. bis 14. August hat es in Freetown heftig und ununterbrochen geregnet. Dies führte zu schweren Überschwemmungen in der Stadt und in den umliegenden Vierteln.
Am frühen Morgen des 14. August 2017 gab es neben den Überschwemmungen auch noch massive Erdrutsche in dicht besiedelten Stadtteilen.

Die Schlammlawinen verschütteten und zerstörten unzählige Häuser, und mit ihnen deren Bewohner.Fast alle wurden im Schlaf überrascht, wodurch die Opferzahlen besonders hoch sind. Zurzeit wird geschätzt, dass die traurige Bilanz der Tragödie bei 492 Todesopfern, 600 Vermissten und über 3000 Obdachlosen liegt. Unter den Todesopfern sollen über 100 Kinder sein.
Die Katastrophe wurde durch die Tatsache verstärkt, dass Freetown teilweise tiefer als der Meeresspiegel liegt und über ein schlechtes bis inexistentes Abwassersystem verfügt. So konnten die Wassermassen nicht abfliessen.

 

Unsere Arbeit

Kurz nach der Katastrophe kontaktierten das staatliche Ministerium für Soziales und das Büro für Nationale Sicherheit die Salesianer Don Boscos und baten sie, ihre Zentren als Notunterkünfte für vom Unwetter betroffene Kinder und Jugendliche zu öffnen. Pater Jorge Crisafulli, Direktor des Strassenkinderzentrums Don Bosco Fambul in Freetown, wurde sofort aktiv und nahm Kinder auf, die umherirrten.
Don Bosco Fambul wurde zu einem improvisierten Camp für Kinder, Babies und Mütter, die von den Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen sind. Die meisten der Kinder haben ihr Zuhause verloren, wurden zu Waisen und andere gingen wohl im Chaos der Katastrophe verloren. Sie warten darauf, dass ihre Eltern oder Angehörigen sie finden und abholen. Viele der Begünstigten sind verletzt und brauchen medizinische Betreuung.
Seit dem Unglück beherbergt die Einrichtung rund 200 zusätzliche Kinder, neben all den anderen Begünstigten der regulären Strassenkinder- und Sozialprogramme.

Die Kinder haben einen Schlafplatz, erhalten Essen, werden medizinisch, psychosozial und spirituell betreut. Zudem werden schulische und Freizeitaktivitäten für die Kinder organisiert.
Die Bilder und Namen aller Kinder wurden beim Eingang von Don Bosco Fambul aufgehängt, damit sie von suchenden Eltern und Verwandten gefunden werden können.

Sorge um Krankheiten und Infektionen

Don Bosco Fambul befasst sich intensiv mit Gesundheitsthemen wie Hygiene, sanitäre Anlagen und Krankheiten. Es wurden Massnahmen ergriffen, um den Ausbruch und die Verbreitung von ansteckenden Krankheiten wie Cholera und Typhus zu vermeiden. Der Bedarf nach Hygieneartikeln, Medikamenten, Erste-Hilfe-Material, Essen und Kleidung ist gross.

Lokale Unterstützung und grosse Solidarität

Staatliche und private Gruppen sowie Privatpersonen sind auf Don Bosco Fambul zugegangen und haben ihre Hilfe (in Naturalien) angeboten. Bis jetzt hat die Einrichtung z. B. Matratzen und Decken erhalten.

Abschiedspaket nach der Krisenintervention

Nach Abschluss der Nothilfeaktion soll ein Abschiedspaket an die betroffenen Familien übergeben werden. Dieses beinhaltet eine Schultasche mit Schulmaterial (angepasst an die Unterrichtsstufe des Kindes), Reis und ein Paket mit Kleidern. Das Abschiedspaket wird individuell an die Bedürfnisse der jeweiligen Familie angepasst.



Helfen auch Sie mit, dass den Kindern nach dem Erdrutsch und den Überflutungen geholfen wird. Spenden Sie mit dem Vermerk AFW 17-073 und schenken Sie diesen Kindern und Jugendlichen Hoffnung! Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Projektleiterin Désirée Schöpfer .