Fussballschule Gol.A.S.O

ECUADOR: Guayaquil - ECU 10-054

Um ihren Teil zum Familieneinkommen beizutragen, werden viele Kinder und Jugendliche in Ecuador zum Arbeiten auf die Strassen geschickt. Darunter leidet nicht nur ihre schulische Bildung. Sie sind auch der Kriminalität offen ausgesetzt. Das Projekt GolA.S.O. holt sie dank Fussball wieder zurück in die Schule und ermöglicht ihnen so bessere Zukunftsperspektiven.

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Land/Ort: ECUADOR – Guayaquil
Projektnummer: ECU 10-054
Projektziel: Kinder und Jugendliche mit Fussball von der Strasse zurück in die Schule führen
Projektwirkung: Dank der Fussballschule GolA.S.O werden Kinder und Jugendliche in das Bildungssystem reintegriert und erhalten eine Perspektive für die Zukunft.
Mittelbedarf: 330 000 Schweizer Franken für drei Jahre

 

Hintergründe

Für einen Grossteil der Bevölkerung Ecuadors hat sich die ökonomische Situation seit dem Währungswechsel auf US-Dollar wesentlich verschlechtert. 60% der Bevölkerung sind als arm zu bezeichnen. 28,5 Prozent der ecuadorianischen Kinder und Jugendlichen im Alter von 5 bis 17 Jahren müssen mit ihrer Arbeitskraft zum Unterhalt der Familie beitragen und das Familieneinkommen aufbessern. Das sind schätzungsweise über eine Million!

Mit Schuheputzen, dem Verkauf von Süssigkeiten und mit Betteln verdienen sie sich ein paar Cents. Doch während diese Kinder auf der Strasse arbeiten, verpassen sie die Schule – nur 2,8% der arbeitenden Minderjährigen haben Zugang zu regelmässiger Bildung. Ohne Schulbesuch haben alle anderen Strassenkinder keine Möglichkeit, in Zukunft eine fair bezahlte Arbeit zu finden. Das Resultat ist ein Teufelskreis, denn als Eltern werden auch sie wieder auf das Zusatzeinkommen ihrer Kinder angewiesen sein.

Die Situation von Strassenkindern und Kinderarbeitern in Ecuador:
PAR05055_Paraguay_Sinfonieorchester_arbeitende Kinder auf der StrasseViele Kinder und Jugendliche leben schon seit frühem Alter ganz oder teilweise auf der Strasse und arbeiten unter hohem persönlichem Risiko. Im Laufe der Zeit kommen viele dieser Kinder immer unregelmässiger oder gar nicht mehr nach Hause zurück. Sie schlagen sich auf der Strasse mit Gleichgesinnten durch und konsumieren billige Drogen (Schusterleim, verbranntes Styropor) um Hunger und Kälte zu vergessen. Sie leben ein Leben, das von Angst, Misstrauen und Gewalt geprägt ist.


Unsere Arbeit

ECU 10-054_Fussballschule_DehnenDie Salesianer Don Boscos betreuen mit ihrem Sozialprogramm «Chicos de la Calle» in sieben Grossstädten Ecuadors (Quito, Guayaquil, Cuenca, Ambato, Esmeraldas, San Lorenzo und Santo Domingo) jährlich 5000 Strassenkinder.

Sie bieten ihnen einen sicheren Platz zum Schlafen, Essen sowie medizinische Versorgung und soziale Hilfe. Der Einstieg oder die Rückkehr in die Schule wird durch Nachhilfeprogramme erleichtert. Mit Hilfe von Spielen, allen voran dem Fussball, wird bei den Kindern Begeisterung und Initiative für ein besseres Leben geweckt.

Denn neben Spass und Bewegung erlernen die Strassenkinder dank Fussball auch das Befolgen von Regeln und einer festen Tagesstruktur, sowie den respektvollen Umgang mit anderen Menschen. Das ist meist der erste Schritt einer Rückkehr in geordnete schulische Verhältnisse.

Entsprechend ist die Fussballschule GolA.S.O fester Bestandteil des Sozialprogramms für Strassenkinder. Die Trainingseinheiten für die Kinder und Jugendlichen der Fussballschulen GolA.S.O. finden drei- bis viermal wöchentlich an den Nachmittagen statt. Die Trainer sind ausgebildete Profis, die die Kinder in drei verschiedenen Altersgruppen (unter 12-jährige, bis 15-jährige und bis 17-jährige) trainieren. An den Wochenenden finden regelmässig Freundschaftsspiele statt.

Rund 1000 Buben und Mädchen trainieren dort und nehmen an regionalen Turnieren teil. Sie tun dies mit grossem Erfolg: Die Pokale reihen sich aneinander. Doch der grösste Erfolg ist die Reintegration der Strassenkinder in ihre Familien und in die Schule. Denn jedes Kind, das mitmacht, muss sich bei der Inskription in die Fussballschule verpflichten, vormittags eine staatlich anerkannte Bildungseinrichtung zu besuchen und einen formellen Schulabschluss zu absolvieren. Sozialarbeiter und Erzieher des Strassenkinderprojekts bieten hierzu fachliche und moralische Unterstützung an.

Für die Jugendlichen, die die Grundschule abgeschlossen haben, bieten die Salesianer Don Boscos eine spezielle Ausbildung in einer beruflichen Mittelschule an. Dank Stipendienprogrammen können auch Jugendliche aus armen Verhältnissen eine Ausbildung absolvieren.

Schulbildung und sinnvolle Freizeitgestaltung sind die nötigen Elemente, um den Kindern den Ausstieg vom Leben auf der Strasse zu erleichtern. Wichtig sind auch die Klärung der familiären Situation und die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder, um sie ganz von der Strasse weg zu bringen.

In einem eigenen Programm, der sogenannten «Schule für Eltern», versucht GolA.S.O. die Familien darin zu unterstützen, ihre eigene Situation zu verbessern. Nur so wird eine Basis dafür geschaffen, die Kinder wieder mit ihren Familien zusammenzubringen.


Video

Hier können Sie ein Video des Don-Bosco-Fussballturniers «Mundialito 2015» sehen. Alle teilnehmenden Mannschaften kommen aus den sieben GolA.S.O-Projektstandorten!
Das Video ist auf spanisch.

Um die Fussballschule GolA.S.O für drei jahre zu unterhalten, sind 330 000 Schweizer Franken nötig. Darin sind die Kosten für das Training, Sportbekleidung, Verpflegung, Busfahrten und der Unterhalt der Fussballplätze enthalten. Wir möchten so viele Kinder wie möglich unterstützen. Helfen Sie uns dabei, Strassenkinder dank Fussball zurück in die Schule zu bringen!  Spenden Sie für dieses grossartige Projekt mit dem Vermerk ECU 10-054!

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Projektleiterin Nina Astfalck.